Zielgerade

Baira´s Trächtigkeit biegt in die Zielgerade ein. Es sind nur noch wenige Tage, bzw. einige Stunden bis zur Geburt. Das Bäuchlein ist rund und prall, man spürt die Bewegungen der Welpen, wenn man die Hand auf den warmen Hundebauch legt.
Mäkelig beim Fressen ist Baira noch immer, verschiedenste Tricks, viel Geduld und freundliche Hartnäckigkeit sorgen dafür, daß ich immer wieder etwas in die kleine Hundemama hineinbekomme. Gesundes, Leckeres und manchmal auch etwas weniger Gesundes – Hauptsache genügend Kalorien! Es ist wie eine Lotterie, manchmal frißt sie sofort und gleich, manchmal später. Baira hat inzwischen Avery´s Gewicht erreicht, und Avery hat ja zur Zeit eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe: Sie darf alle Reste von Baira vertilgen. Da Baira mehrmals täglich kleine Häppchen bekommt, bleiben auch mehrmals täglich kleine Restchen übrig, über die sich Avery und Ihre Taille freut.

Die letzte Woche haben wir das Wohnzimmer ausgeräumt, den PVC auf den neuen Teppichboden verlegt und festgestellt – es klappt nicht. Der PVC entwickelte ein Eigenleben, er bewegte sich zu Rinnen und Bergzügen, Tälern und Höhen. Das wäre ja nicht schlimm gewesen, nur das Welpenpipi hätte keine Seen, sondern Flüsse gebildet. Einfach unpraktisch! So haben wir nochmal alles umgestaltet und Platten auf den Teppichboden gelegt und darauf den PVC, dann darauf noch etwas Schweres wie einen Schrank und die Wurfbox. Jetzt hebds!!! Gut Ding will Weile und Hirnschmalz haben! Alles ist geputzt, gewaschen, geräumt, gerichtet.
Avery hat mir beim Wurfbox kuschelig machen erklärt: Gell das war mein und meiner D-Welpen ein Zuhause!? Ich habe ihr geantwortet, daß sie recht hat und sich auch Baira´s A- und C-Wurf dort drin wohlgefühlt haben, und jetzt die E-Welpen ein gemütliches Nest bekommen. Nächstes Jahr, wenn alles nach Plan läuft, sie wieder dann mit ihren F´s einziehen darf. Zufrieden ist sie dann wieder weiter. Und jetzt ist Faulentia angesagt.

Kürzlich hatten wir noch einen Kontroll-Ultraschalltermin. Wieviele Welpen in Baira´s Bäuchlein sind, wollte und konnte uns die Frau Doktor nicht sagen. Trotzdem, es war spannend: Baira hat sich auf dem speziellen Ultraschalltisch solange gewunden, bis sie  ihren Kopf so positioniert hatte, daß sie mit auf den Monitor schauen konnte. Dort konnte man die einzelnen Embryonen als richtig fertig entwickelte Hunde sehen (sehr klein noch) aber fertig. Die Rippchen, die Wirbelsäule, die Extremitäten und sogar die einzelnen Organe waren zu erkennen. Die blutführenden Gefäße waren in rot und blau unterscheidbar, von einem Welpen konnte man die Augenhöhlen erkennen und darunter die schon angelegten Frontzähnchen, die ja erst in einigen Wochen durchbrechen. Faszinierend!! Vielen Dank Frau Dr. Baumgärtner!

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.